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Lage
Almáchar liegt auf einer Anhöhe zwischen den Flüssen El Borge und
Almáchar etwa 200 m über dem Meer. Die Entfernung nach Málaga beträgt
etwa 35 km und nach Velez-Málaga 14 km. Die Mittelmeerküste erreicht man
mit dem Auto in weniger als 30 min. Das Gemeindegebiet reicht von dem
Gipfel des gleichnamigen Berges (334 m) bis zum Gipfel des Vallejo ( 609
m).
Umgebung
Kirchturm in Almáchar Almáchar liegt in einer labyrinthartigen
Berglandschaft in der Axarquía. Die steilen Berghänge werden auf
althergebrachte Weise bewirtschaftet und sind mit Wein, Oliven und
Mandeln bepflanzt. Im Januar ist diese Landschaft besonders reizvoll,
unzählige Mandelbäume stehen auf den Bergen in voller Blüte. In den
Tälern werden auf terrassierten kleinen Parzellen Zitrusfrüchte angebaut
und Gemüse, meist für den eigenen Bedarf. Verstreut im Gemeindegebiet
liegen einzelne kleine Gehöfte wie weiße Flecken in der Landschaft, die
nach Süden ausgerichtet sind, und vor dem Haus in steiler Hanglage
Trockenstände für die Rosinenproduktion aufweisen. Ganz in der Nähe des
Dorfes Almachár liegt El Borge, ebenfalls ein typisch andalusisches
Bergdorf. Die beiden Flüsse sind die meiste Zeit des Jahres über trocken
und werden als Fahrwege genutzt, können sich aber im Winter nach kurzen
und heftigen Regenfällen in reißende Ströme verwandeln. Dies ist ein
unvergleichliches Naturschauspiel.
Das Dorf
Blumengeschmückte Häuser Die erste Besiedlung des Dorfes fand direkt am
Fluß statt. Der Ort wuchs dann langsam den Berg hinauf, wobei das untere
Haus oft als Stütze oder Fundament für das darüberliegende galt. Die
Häuser sind weiß getüncht und die meisten haben einen Patio. Das
Labyrinth von Gassen und die verschachtelten und blumengeschmückten
Häuser laden zu einem Spaziergang ein. Die Gemeinde hat ca. 2000
Einwohner und seit dem Bau der Verbindungsstraße direkt nach
Velez-Malaga vor wenigen Jahren erlebt Almachár einen neuen Aufschwung.
Was vorher ein vergessenes Bergdorf war, putzt sich immer mehr heraus
und wird zunehmend als Urlaubsort oder Wohnort beliebter. Spanische
Familien bleiben im Dorf wohnen und fahren lediglich zur Arbeit an die
Küste, früher zogen sie aus und nur die Alten blieben. Almachár bietet
alles um den täglichen Bedarf zu decken. Neben einer Vielzahl von
kleinen Einkaufsläden gibt es diverse Restaurants und Tapabars, ein
öffentliches Schwimmbad für die Sommermonate und eine Grundschule. Auch
gibt es diverse Handwerksbetriebe wie eine Tischlerei oder Schmiede.

Geschichte
Kirche Der Ursprung Almachárs reicht bis in die Zeit der Araber zurück.
Daher auch der Name, der sich aus dem arabischen "Al Maysar" ,Weidefläche,
ableitet. Die meisten historischen Hinweise gehen auf das 16. Jh. zurück,
als mehrere Hirtenfamilien die Ländereien der Mauren übernahmen, die
erbost über die Enteignung ihres Landes abzogen. 1755 wurde Almachár von
einer Reihe Erdbeben heimgesucht, die Bewohner waren gezwungen ihre
Häuser zu verlassen und auf Bauernhöfen Zuflucht zu suchen. Ende des 19.
Jh. gab es über 100 Webereien im Dorf, die hohe Qualität von Leinwand
und gewebten Stoffen war weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.
Rosinen im Museum

Öffentlicher Brunnen Das museo de la
pasa, das Rosinenmuseum, zeigt die Arbeitsabläufe zur Rosinenherstellung.
Hier findet man eine umfangreiche Sammlung an alten landwirtschaftlichen
Geräten und Darstellungen von Szenen im Zusammenhang mit dem
Traubenanbau. Es wird eine vage Vorstellung davon vermittelt, wie
mühselig die Arbeit an den steilen Berghängen war und ist. Das Museum
ist in einem alten zweistöckigen Gebäude untergebracht und gibt auch
Zeugnis, mit welchen einfachen Mitteln früher gebaut wurden.
Willkommen in Almachar

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